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TANNBACH – Schicksal eines Dorfes

Historischer ZDF-Mehrteiler

Die Fortsetzung des historischen Mehrteilers erzählt vom Dorf Tannbach, das seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Ost und West geteilt ist. Der Kalte Krieg ist in den 1960er Jahren auf sei­nem Höhepunkt, die Gegner stehen sich bis an die Zähne bewaff­net gegenüber: Kollektivierung auf der einen, Wirtschaftswunder auf der anderen Seite. Atomares Wettrüsten, NATO-Geheimar­meen, Sabotage, Mauerbau und Prager Frühling bestimmen das Schicksal der Familien von Striesow, Erler und Schober in einer bewegten, dramatischen Zeit.

„TANNBACH“ nimmt die Erzählbögen der ersten Staffel wieder auf und spannt sie vor dem Hintergrund des Kalten Kriegs neu.

Die erste Staffel von „TANNBACH – Schicksal eines Dorfes“ wird am Freitag, 5. Januar 2018, ab 20.15 Uhr (alle drei Folgen) auf 3sat wiederholt.

 

Teil 1: Schatten des Krieges
Montag, 8. Januar 2018, 20.15 Uhr

Winter 1960: Beim Spielen im Wald finden die Kinder von Heinrich und Theresa Schober eine Granate. Das älteste der Schober-Kinder kommt dabei ums Leben. Niemand ahnt, dass es sich bei dem Fund um ein verstecktes Waffenlager einer Ge­heimarmee der NATO handelt, der auch Georg von Striesow an­gehört. Nur der alte Franz Schober erkennt sofort den Unter­schied zwischen alten Wehrmachtsgranaten und neuen amerika­nischen. Als sein Sohn Gustl, mittlerweile Journalist in Franken, darüber offen schreibt, gerät er in Lebensgefahr.

Horst Vöckler, der ehemalige SS-Unteroffizier, ist inzwischen BND-Agent und leitet die geheimen militärischen Operationen, um für den Fall einer feindlichen Invasion der Roten Armee abwehr­bereit zu sein. Georg von Striesow kann nicht akzeptieren, dass ausgerechnet der Mörder seiner Frau sein Verbindungsoffizier wird.

Anna und Friedrich Erler haben in Ost-Tannbach alle Hände voll zu tun, die letzten freien Altbauern zum Beitritt in die LPGs zu überreden. Wenn es nicht anders geht, dann mit Gewalt. Die Bauern sträuben sich, vor allem der Großbauer Mader. Unter dem Druck Adolph Herrmanns entzweien sich auch Friedrich und Anna über die Methoden, die der Sozialismus anwenden darf.

Georg von Striesow lernt in einer Westberliner Bar Rosemarie Czerni kennen. Die beiden verlieben sich. Sie, die Ostpflanze, folgt ihm nach Little Berlin. Rosemarie, gelernte Kauffrau, findet durch Georgs Kontakte Arbeit in einem Versandhaus, aber nur unter einer Bedingung: Sie braucht dazu einen Ehemann. Sie ist empört. Wird Georg sie heiraten?

Der schwelende Streit mit dem Großbauern Mader spitzt sich zu. Er wird seinen Hof nicht kampflos dem Feind übergeben. Wäh­rend seine Familie in den Westen flieht, geht der Maderhof in Flammen auf. Verzweifelt versucht Friedrich, Mader zu retten.

Teil 2: Frieden aus Stein
Mittwoch, 10. Januar 2018, 20.15 Uhr

Sommer 1961: Anna Erler trauert um ihren Mann Friedrich und versucht, ihr Leben mit den drei Kindern allein anzugehen. Sie findet Trost im Glauben und seelische Unterstützung beim Pfarrer Wolfgang Herder. Die beiden kommen sich näher, was insbeson­dere Annas Kollege aus der LPG, Adolph Herrmann, eifersüchtig beobachtet. Auch die Partei sieht Annas Engagement in der Kir­che kritisch. Ist ihr Glaube mit ihrer leitenden Position in der LPG vereinbar? Damit nicht genug, kämpft Anna in der LPG gegen die Mangelwirtschaft, kann aber nicht verhindern, dass immer mehr Menschen die DDR in Richtung Westen verlassen. Sie glaubt, dass ein „antifaschistischer Schutzwall“ endlich die Sicherheit und Stabilität böte, damit sich eine gerechtere Welt aufbauen lässt.

Nach der Hochzeit mit Georg arbeitet Rosemarie erfolgreich als Einkäuferin im Versandhaus von Georgs Freund Rudolf Lorenz. Um einen Großauftrag mit einem DDR-Textilkombinat zu verhan­deln, fährt sie nach Ost-Berlin. Es ist eine dieser Reisen in die „Zone“, die Georg äußerst kritisch sieht und die ihre Ehe vor eine Zerreißprobe stellen wird. Es bleibt nicht der einzige Streitpunkt: Rosemarie erfährt über Gustl Schober von Georgs Rolle in der NATO-Geheimarmee. Sie stellt ihn zur Rede, doch er hält dage­gen: Warum hat sie ihm nie von ihrem Bruder erzählt, der für zehn Jahre im DDR-Gefängnis sitzt? Das Misstrauen zwischen den beiden wächst.

Im Ost-Berliner Textilkombinat begegnet Rosemarie der kranken Hilde Vöckler, die dort als einfache Näherin arbeitet. Hilde bittet Rosemarie, ihren Sohn Horst zu finden. Sie will sich mit ihm aussprechen. Da stocken plötzlich die Webmaschinen. Hilde gerät unter Sabotageverdacht. Als sie kurz darauf tatsächlich ihren Sohn Horst trifft, wächst das Interesse von Stasi-Major Robert Leonhardt an Hilde, denn er weiß, dass Horst inzwischen für den BND arbeitet. Leonhardt kann nicht verhindern, dass Hilde nach einem erneuten Sabotageakt festgenommen wird. Aber er ist von dieser Frau beeindruckt und versucht, ihr ein letztes Treffen mit ihrem Sohn zu ermöglichen. Rosemarie gerät ebenfalls unter Sabotageverdacht und landet in U-Haft. Georg versucht alles, um seine Frau aus dem Ost-Gefängnis zu holen. Für beide Frauen beginnt ein Rennen gegen die Zeit, da in derselben Nacht der Bau der Mauer beginnt.

Teil 3: Traum von Frühling
Donnerstag, 11. Januar 2018, 20.15 Uhr

Sommer 1968: Tannbach hat sich hinter einer hohen Mauer ein­gerichtet. Der Osten wie der Westen. Der Prager Frühling wirkt da wie eine Befreiung. Doch Annas ältester Sohn Felix ist Soldat bei der NVA und ahnt, was kommen wird. Er taucht nachts in Tannbach auf und sucht Schutz bei Pfarrer Herder. Er ist nicht bereit, in Prag einzumarschieren. Anna ist außer sich. Felix kann nicht rüber, und er kann nicht bleiben. Als Deserteur drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft. Wie kann er sich und der Familie das antun? Um Schlimmeres zu verhindern, meldet sie Felix sofort bei der Kommandantur. Doch jetzt gerät sie selbst ins Visier der Partei. Weil sie sich nicht von ihrem Sohn distanziert, verliert sie ihren leitenden Posten in der LPG und muss fortan Schrauben sortieren. Als am 21. August 1968 die Rote Armee mit Panzern in Prag einmarschiert, um den Prager Frühling blutig niederzuschlagen, erwartet die Partei auch von Anna ein klares Bekenntnis zur Parteilinie. Dass Felix trotzdem für ein Jahr inhaftiert wird, kann Anna nicht verstehen.

Georgs Ehe mit Rosemarie liegt in Scherben, als sie ihm endlich gesteht, eine Affäre mit Gustl Schober zu haben. Als sie ihm zu­dem noch offenbart, dass die Stasi sie erpresst hat, ihn all die Jahre auszuspionieren, bricht seine Welt zusammen. Dass sie ihn aber auch immer geliebt hat, kann und will Georg nicht hören. Wie soll Rosemarie als schuldig Geschiedene in Tannbach wei­terleben? Wie abhängig sie von ihrem Ehemann tatsächlich ist, erfährt Rosemarie jetzt mit aller Deutlichkeit. Erst als Georgs Sohn Arthur auf den Streit der Eltern mit einem Selbstmordver­such reagiert, überwinden Georg und Rosemarie ihre Sprachlo­sigkeit.

Horst Vöckler kehrt nach Tannbach zurück. Er bietet dem Stasi-Major Robert Leonhardt Informationen zu geheimen Waffendepots an der Grenze. Als Gegenleistung soll seine Mutter Hilde in den Westen freigelassen werden. Ein riskantes Tauschmanöver be­ginnt.

Produktionsfirma: Gabriela Sperl Produktion für Wiedemann & Berg Television und Wilma Film
Regie: Alexander Dierbach
Drehbuch: Silke Zertz nach einer Drehbuchvorlage von Josephin und Robert von Thayenthal
Darsteller: Henriette Confurius, Jonas Nay, Heiner Lauterbach, Anna Loos, Martina Gedeck, Robert Stadlober, Alexander Held u.v.a.
Produktionsjahr: 2017
Ausstrahlungen:
TANNBACH – Schicksal eines Dorfes: Schatten des Krieges, 8. Januar 2018, 20.15 Uhr, ZDF
TANNBACH – Schicksal eines Dorfes: Frieden aus Stein, 10. Januar 2018, 20.15 Uhr, ZDF
TANNBACH – Schicksal eines Dorfes: Traum von Frühling, 11. Januar 2018, 20.15 Uhr, ZDF

Copyright Szenenbilder: ZDF/Julie Vrabelova

Auftraggeber:
ZDF

Zeitraum:
12/2017

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